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Im Jahr 2000 startete in Grossbritannien die internationale Kampagne „Fairtrade-Town“.

Ziel ist, konkrete Zeichen für eine gerechtere Welt zu setzen und Produkte des Fairen Handels verstärkt und kontinuierlich zu verwenden. Die Produzent/innen in den Ländern des Südens erhalten dadurch bessere, der Arbeit angemessene Preise und können mit ihren Familien menschenwürdig leben. Die Kampagne ist erfolgreich. In 17 Ländern gibt es inzwischen 550 Fairtradetowns, z.B. auch Berlins Partnerstadt London.

Seit 2008 gibt es die Kampagne Fairtrade-Towns auch in Deutschland. Sie wird von TransFair getragen und bringt unterschiedliche Akteure aus Handel, Politik und Zivilgesellschaft zusammen. Die ökonomischen, sozialen und ökologischen Standards im Fairen Handel ermöglichen es gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mehr Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit in das eigene Handeln zu integrieren.

Zur Erlangung der Auszeichnung „Fairtradetown“ ist die Erfüllung von fünf Kriterien notwendig:

1. Ein Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung, dass bei Sitzungen Fairtrade-Produkte ausgeschenkt werden.

2. Die Bildung einer lokalen Steuerungsgruppe

3. In Einzelhandel und Gastronomie sind Fairtradeprodukte erhältlich. Die Anzahl der notwendigen Betriebe richtet sich nach der Einwohnerzahl.

4. In öffentlichen Einrichtungen, Schulen, Kirchengemeinden, Vereinen werden Fairtradeprodukte verwendet. In Charlottenburg-Wilmersdorf müssen

    mindestens 2 Kirchengemeinden, 2 Schulen und 2 Vereine/Einrichtungen im Fairen Handel engagiert sein.

5. In den lokalen Medien wird über die Kampagne regelmäßig berichtet.