Warum enthalten einige Produkte den Hinweis, sie seien „fair gehandelt“, tragen jedoch nicht das Fairtrade-Siegel?AntwortViele Organisationen engagieren sich seit Jahrzehnten für den Fairen Handel. Einige dieser Organisationen gründeten sich lange bevor die Fairtrade-Zertifizierung überhaupt ins Leben gerufen wurde. Oft bieten diese Unternehmen oder Organisationen auch Produkte an, für die es noch keine Fairtrade-Standards gibt – wie zum Beispiel Kunsthandwerk. Fairer Handel oder „fair gehandelt“ ist kein geschützter Begriff. Bei Produkten, die den Anspruch erheben, fair gehandelt zu sein, ist es wichtig genau nachzufragen, worauf sich dieser Anspruch gründet. Nur das Fairtrade-Siegel unterliegt unabhängigen Prüfungen und garantiert die Einhaltung festgelegter Standards. Dieses Siegel ist ein Produktsiegel. Daneben existiert noch ein Siegel der WFTO (World Fair Trade Organization), ein Organisationssiegel. Es heisst Fair Trade Organization Mark. Die WFTO identifiziert Organisationen, die Fairen Handel praktizieren. Die WFTO ist ein weltweiter Zuammenschluss von Produzentenorganisationen, Importeuren und anderen Organisationen des Fairen Handels. Wer Mitglied in der WFTO werden möchte, muss eine Aufnahme- und Überprüfungsprozedur durchlaufen. Damit wird geprüft, ob die aufzunehmende Organisation die internationalen Konventionen des Fairen Handels kennt und einhält und ob sie den Statuten der WFTO entspricht. WFTO repräsentiert derzeit 350 Organisationen, die sich zu 100% dem Fairtrade Konzept verfplichtet haben. |


