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Fairer Handel und Klimaschutz – ist das nicht ein Widerspruch?

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Antwort

Häufig ist der Einwand zu hören,  es sei gerade in Zeiten des Klimawandels fragwürdig , Produkte aus weit entfernten Ländern zu kaufen.

Diese Argumentation trifft nicht zu.

Gerade bei Nahrungsmitteln spielt Produktion und Verarbeitung eine wichtigere Rolle für den Klimafußabdruck als der Transport.  Warmes Klima und viel Handarbeit verringern die Emissionen im Anbau stark. Daher schneidet der der Anbau im Süden aus einer Klimaschutzperspektive auch unter Berücksichtigung des Transports häufig deutlich besser ab.Eine aktuelle Studie zu Nahrungsmitteln in den USA hat  gezeigt, dass im Durchschnitt nur 11 Prozent der Emissionen auf den Transport und 83 Prozent auf die Produktion zurückzuführen sind.

Rohzucker aus Fairtrade-Produktion in Paraguay verursacht inklusive Transport rund 40 Prozent weniger Treibhausgas-Emissionen als Zucker aus Schweizer Zuckerrüben.  Rosen aus Afrika verursachen inklusive Transport deutlich weniger Emissionen als Rosen aus holländischen Treibhäusern.